Wir leben in einer Zeit, in der Mobilität eine immer größere Rolle spielt. Dies kann zu Wasser, zu Lande und in der Luft sein. Vor allem das Kraftfahrzeug bietet in besonderem Maße individuelle Mobilität als Voraussetzung für die berufliche Entfaltung sowie die Gestaltung des privaten Lebensbereiches.

Mit der Teilnahme am Straßenverkehr ist auch die Gefahr eines Unfalls und der hiermit verbundenen Folgen schwerer Verletzungen und damit einer Beeinträchtigung der Mobilität der Unfallopfer verbunden. Eine derartige Mobilitätsbehinderung kann auch durch Arbeitsunfälle, Sportunfälle, Unfälle im häuslichen Bereich oder durch Krankheit eintreten. Hiervon kann jeder Einzelne plötzlich und unerwartet getroffen werden.

In Deutschland gibt es über 7,1 Mio. Schwerbehinderte. Hierunter sind ca. 100.000 Rollstuhlfahrer und ca. 500.000 Geh- und Armbehinderte.

Die meisten Schwerbehinderten können Kraftfahrzeuge mit behinderungsgerechten Zusatzeinrichtungen benutzen. Fast alle Rollstuhlfahrer, und etwa die Hälfte der Geh- und Armbehinderten, sind auf ein Kraftfahrzeug mit entsprechender Aus- bzw. Umrüstung angewiesen.

Die Zahl der jährlichen Fahrerlaubnisbewerber mit einer Mobilitätsbehinderung dürfte sich nach einer groben Schätzung auf 10.000 bis 20.000 belaufen.

Problemstellung

Da gerade die individuelle Mobilität im Straßenverkehr für jeden Einzelnen einen sehr hohen Stellenwert hat, kommt dem Problem des Erwerbs oder der Wiederherstellung der Fahrerlaubnis entsprechend der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) eine besondere Bedeutung zu.

In der Praxis zeigt sich, dass der Wunsch mit einem eigenen Fahrzeug als mobilitätsbehinderter Autofahrer wieder am Straßenverkehr teilzunehmen, häufig zu einem unübersichtlichen und beschwerlichen Weg durch die Behörden, Institutionen, Gutachterstellen und von Leistungsträgern führt.

Der Rehamotive-Ratgeber soll eine Hilfestellung für die Betroffenen auf der Suche nach der richtigen Lösung sein. Dabei kann keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit gegeben werden.